Ein Zeichen gegen den Klimawandel

Mit uns als ausführendem Bauunternehmen ist dieses Jahr im März, in Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer Zeller Kölmer Architekten GmbH, die Energiesprong-Sanierung eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses gestartet. Ziel dabei war es, das Gebäude von einem schlechten Energieeffizienzstandard schnell und kosteneffizient auf den klimaneutralen NetZero-Standard zu bringen. Mehr Infos zu Energiesprong finden Sie hier.

Nach Fertigstellung der Sanierung soll das 992 m2 große Gebäude übers Jahr betrachtet so viel erneuerbare Energie erzeugen, wie die Bewohner für Heizung, Warmwasser und Strom benötigen. Für die Umsetzung haben die Zeller Kölmer Architekten in einer Machbarkeitsstudie alle Berechnungen getätigt und Vorbereitungen geplant. Um das Ziel zu erreichen wurde die serielle Sanierung mit vorgefertigten Fassaden- und Dachelementen sowie nachhaltiger Heiztechnik und Stromerzeugung gewählt.

Besonders wichtig war es den Architekten, dass während der gesamten Bauzeit alle Bewohner des Hauses weitestgehend ungestört in ihren Wohnungen bleiben können. Ein großer Vorteil des Holzbaus!

Zeichnung des Hauses im fertig sanierten Zustand

Folgende Maßnahmen wurden für die Sanierung getätigt: 

  • Fassadenelemente (Holzrahmengestell), komplett gedämmt und mit vormontierten Fenstern und Türen
  • Dachdämmung mittels Fertigelementen
  • Wärmepumpe für Heizung zentral, inkl. Speicher
  • Warmwasser über vollelektrische Durchlauferhitzer
  • Integration Sonnenschutz in Fassade
  • Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zur CO2-neutralen Stromerzeugung
  • neue Heizkörper in den Wohnungen (soweit noch nicht ausgetauscht)
  • Neue vorgeständerte Balkone
  • Fassadenintegrierte Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
  • Smarte Sensoren und Thermostatventile, smarte Strom- und Wärmemengenzähler
Impressionen vom Developmentday

Besonderheiten des Projekts und das Resultat

Das Energiesprong-Pilotprojekt war das erste, in dem ein Architekturbüro als Generalunternehmer agierte. Besonders erfreulich ist, dass das Gebäude die KFW Effizienzklasse 40 plus erreicht. Damit übertrifft es sogar die Anforderungen für den NetZero Standard und erzeugt mehr Energie als die Bewohner eigentlich verbrauchen. Außerdem war es den Architekten wichtig, Baustoffe zu verwenden, die rückbaubar, recyclingfähig und ökologische sind. Zudem entfielen lange Anreise- und Transportwege durch die Wahl eines regionalen Bauunternehmens.

Das Projekt in Köln zeigt, dass sich Klimaschutz auf anspruchsvolle Weise mit Funktionalität und Standardisierung sowie Ästhetik und gutem Design kombinieren lässt.