Holzbau und Klimaschutz
Indem Sie sich für ein Haus in Holzbauweise entscheiden,
leisten Sie einen aktiven Beitrag zu Klimaschutz:
Sie tragen zur CO2 Entlastung der Atmosphäre bei!
Dazu einige Fakten:
Bäume nehmen während ihrer Wachstumsphasen CO2 aus der Luft auf und speichern es.
Am Beispiel einer Tonne Fichtenholz ( dem in Deutschland am häufigsten verwendeten Holz ), beträgt die CO2 Aufnahme bis zu 1,85 Tonnen.
Wenn man zugrunde legt, dass z.B. in einem „effi“-Klimahaus mit etwa 150 m2 Wohnfläche
20 Tonnen Holz ( ca.40 m³ ) und Holzwertstoffe verbaut werden, entspricht das einer Entlastung der Atmosphäre von 37 Tonnen CO2 !
Eine interessante Anmerkung dazu: Mit diesem Guthaben von 37 t CO² könnte ein
Mittelklassewagen ( 200g CO² pro km ) ca. 185000 km fahren.
Und zum Vergleich:
Hätte man das Gebäude konventionell mit Stein bzw. Stahl erbaut, so wären für die Herstellung dieser Baustoffe 40 t CO² freigeworden.
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Die CO2 Bilanz von Holz verhält sich demgegenüber neutral.
Bäume in der Wachstumsphase absorbieren mehr CO2, als bei der Holzverarbeitung freigesetzt wird. Die maschinelle „Holzernte“ setzt weniger als 1% der CO2 Menge frei, die zuvor im Stammholz gebunden wurde.
Nur verbautes Holz dient als CO2 Senker!
Die so genannte „graue Energie“, das meint diejenige Energie, die zur Herstellung von Bauprodukten, zu ihrem Transport, ihrer Lagerung und schließlich Verarbeitung benötigt wird, ist beim Baustoff Holz mit Abstand am geringsten.
Wenn man diese Zahlen zugrunde legt, so lässt sich hochrechnen, dass mit einer Steigerung des Holzbaus in Europa von lediglich 10% genügend CO2 eingespart bzw. gebunden werden könnte, um 25% der Reduktionsverpflichtung zu erzielen, die im Kyoto - Protokoll niedergelegt wurde.
Hieraus ergibt sich auch politisch ein Handlungsbedarf, wie es in anderen europäischen Ländern z.T. bereits realisiert ist z.B.
- Ausschreibung öffentlicher Gebäude vermehrt in Holzbauweise
- Vorgaben über die Nutzung von Mindestmengen an Holzwerkstoffen in öffentlichen Gebäuden
- Erweiterung der Bauordnung, damit auch mehrgeschossige Bauwerke in Holzerstellt werden dürfen.
Besonders in Deutschland hat der Baustoff Holz ein hohes Potential: nach Angaben der Bundeswaldinventur sind wir mit 3,4 Millionen Kubikmetern Holzvorrat europäische Spitzenreiter.
Ein Mangelzustand ist nicht zu erwarten, denn die Holzwirtschaft sichert mit einem Zuwachs von 80 Millionen Kubikmetern Holz jährlich auch steigenden Bedarf, naturnahe Wälder bleiben unangetastet.
(Zahlen und Angaben fußen auf Studien der Bundesforschungsanstalt in Hamburg sowie weiterer Forschungsinstitute in Finnland und der Schweiz)
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